PDF – Webinar – Von Analog zu Digital – 20.05.2022

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Guten Tag zusammen. Hallo Servus, ich hoffe mich hören soweit alle und sehen alle, wobei das Hören definitiv wichtiger ist.

00:00:11
Folien haben wir auch da, die zum Anschauen gedacht sind. Ich freue mich sehr über alle Teilnehmer zu diesem sehr interessanten Thema. Es ist mein erster Monolog mit einer Kamera, auch Webinar genannt. Deswegen sehen Sie es mir nach, aber das kriegen wir doch trotzdem hin. Vorab ein paar organisatorische Sachen. Es ist natürlich extrem schwierig, bei so vielen Leuten mit unterschiedlichem Wissensstand, jeden bestmöglich zu versorgen. Das heißt also, bitte sehen Sie es mir nach, wenn wir versuchen, hier einen guten Mittelweg zu finden, damit eben alle Leute, sowohl die Spezialisten, als auch die, denen vielleicht das Thema Notruf-Telefonie nicht Hauptbrot ist, soweit alles verstehen und deswegen versuche ich es eben allen so gut wie möglich Recht zu machen. Ich erkläre vorher ein paar grundlegende Sachen, nichtsdestotrotz haben wir am Ende dann natürlich die offene Fragerunde und eine Diskussionsrunde, auf die ich mich sehr freue, wo jeder herzlich eingeladen ist, dann fragen zu stellen. Bis dahin sind die Mikrofone und Webcams deaktiviert.

00:01:57
Einfach mal mitschreiben oder merken und dann am Ende Bescheid sagen. Dann würden wir dieses Webinar gerne aufzeichnen, nur zu ihrer Info. Wem das nicht recht ist, müsste das Webinar verlassen. Allerdings zeichnen wir nur auf, solange ich rede. Das heißt, bei Ihnen sind sowieso Webcam und Mikrofon aus und dementsprechend würden Sie nicht mit aufgezeichnet werden. Zu der offenen Runde am Ende, wo dann jeder sprechen darf, beenden wir die Aufzeichnung. Und dann wollte ich eigentlich noch von meinem Chef Tim Kreuzfeld anbieten lassen, vom Fränkischen in das Deutsche zu übersetzen. Ich bin leider nur des Fränkischen mächtig. Leider ist er jetzt verhindert und ich hoffe, Sie verstehen mich trotzdem. Das waren erst mal die organisatorischen Sachen.

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Und jetzt fangen wir doch mal an mit dem eigentlichen Thema „Von Analog zu Digital“. Ich hoffe, Sie sehen und hören mich so weit, aber dann schießen wir doch mal los. Der Leitfaden des heutigen Webinars ist also von analog zu digital. Das Ende der analogen Festnetzleitung ist der erste Punkt. Als nächstes sprechen wir über GSM grösser als Festnetz, von Telefonleitungen zu Funktechnik, eben über verschiedene Funktechnik-Arten, auch wie man von der Telefonleitung im Optimalfall zur digitalen Funktechnik kommt: 2G, 3G, 4G, 5G hat jeder schon mal gehört. Ich versuche da ein bisschen was zu erklären. Der nächste Punkt wäre dann eben, warum nicht gleich digital und die Vorteile der digitalen Notruf-Telefonie, die auch gleichzeitig natürlich die Nachteile der analogen Notruf-Telefonie sind und am Ende die Auswirkungen und die Diskussionsrunde.

00:03:19
Vorab erst mal, um das eigentliche Problem zu verstehen. Notruftelefone haben bis jetzt über eine Telefonleitung oder über analoge GSM über DTMF-Töne kommuniziert. Das sagt jetzt manchen Leuten nichts, aber jeder hat es schon gehört, wenn sie zum Beispiel in den Zentralen anrufen und da kommt: Drücken sie 1 für Technik und 2 für Außendienst, zum Beispiel und Sie drücken das und dann wird das über das Tonwahlverfahren DTMF und dann hören Sie tüt, das ist ein DTMF-Ton. Fachleute von uns können die einzelnen DTMF-Töne mittlerweile erkennen. Braucht Sie aber nicht interessieren. Sie wissen jetzt zumindest, was ein DTMF-Ton ist. Wofür wird der primär genutzt bei einem Notruftelefon? Jetzt denkt man ein Notruftelefon ist eigentlich zum Telefonieren da, wozu brauch ich da DTMF-Töne. Berechtigter Gedanke, nichtsdestotrotz brauchen wir die trotzdem, weil im Optimalfall ein Notruftelefon sehr wenig für den eigentlichen Einsatzzweck, nämlich Notrufe verwendet wird, weil das ja im Umkehrschluss bedeuten würde, jemand ist steckengeblieben. Hauptsächlich macht das Notruftelefon nämlich spätestens alle 3 Tage folgendes:

00:04:57
Eine Hintergrundnachricht an das dementsprechende Call-Center zu schicken und eigentlich nur zu sagen: Hallo, ich lebe noch, mein Mikrofon und Lautsprecher funktioniert, mein Akku ist in Ordnung, ich habe eine Spannungsversorgung. Damit der Betreiber einfach weiß, falls jemand stecken bleiben würde, hätte der die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen und Hilfe zu holen. Es ist allerdings das Problem, dass wenn diese Töne sich überlappen zum Beispiel oder einfach nicht sauber ankommen (aus welchen Gründen das passieren kann, gehe ich später drauf ein, jetzt erst mal nur für das Grundverständnis), wenn also der Computer vom Call-Center die Töne nicht korrekt versteht, dann schicken die den ein paar Mal hinterher und wenn er dann immer noch nicht die Tonreihenfolge korrekt verstanden hat, dann würde quasi eine Meldung kommen, Hintergrundanruf fehlerhaft und der Kunde denkt also, das Gerät ist offline und muss hinfahren, beziehungsweise kann ich mit gutem Gewissen den Aufzug weiterlaufen lassen, obwohl der eigentliche Notruf ja vielleicht funktionieren würde, weil da brauchen wir nur ganz wenig DTMF-Töne, nämlich ich bin Anlage so und so, dann schalten die ihren Sprachmodus. Der Notruf hat die oberste Priorität, der sollte immer funktionieren. Nichtsdestotrotz kriegt dann die Aufzugsfirma eine Liste vom Call-Center mit fehlenden Hintergrundanrufen, der Monteur darf dann hinfahren, drückt den Notrufknopf und sagt Notrufgerät funktioniert. Wir haben einfach nur Zeit verschwendet. Dafür werden also primär die DTMF-Töne in der Notruf-Telefonie gebraucht, nicht für den eigentlichen Notruf, sondern für die Kommunikation des Notruftelefons mit dem Call-Center und es ist mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben, dass jedes Call-Center beziehungsweise jedes Notruftelefon ein ständig besetztes Call-Center anruft, das die Notrufe dann auch dokumentiert, damit der Betreiber jederzeit nachweisen kann, was sein Telefon wann und warum gemacht hat.

00:06:16
Wir fangen an mit dem Ende der analogen Festnetzleitung, das wäre meine erste Folie und die beschreibt ganz gut, das mittlerweile eigentlich sämtliche Telefonleitungen in Deutschland von der Telekom digitalisiert wurden. Die haben da bis zu 400 Anschlüsse pro Stunde digitalisiert und sind dann mittlerweile eigentlich durch mit. Jetzt ist es so, dass die analoge Übertragungsart DTMF-Ton in der analogen Telefonleitung implementiert war und dadurch, dass die analoge Telefonleitung jetzt wegfällt, digitalisiert wurde, es natürlich dann auch dementsprechende Probleme mit den DTMF-Tönen geben kann. Da gibt es immer noch Möglichkeiten, die auf unterschiedliche Art und Weise zu übertragen, aber nichtsdestotrotz ist ein DTMF-Ton einfach kein Datenpaket und irgendwas, was durch einen Kanal gepresst werden muss, das dann komprimiert und dekomprimiert werden kann. Dadurch können dann eben schon wieder Informationen verloren gehen, die zwar eigentlich da sind, aber nicht mehr richtig verstanden werden. Wir haben da viel Lehrgeld bezahlt, als Österreich damals angefangen hat die Telefonleitungen zu digitalisieren. Wobei Österreich hat ehrlich gesagt noch mehr Lehrgeld bezahlt. Da haben wir nämlich auch noch den speziellen Fall, dass man nicht ein großes Telefonnetz hat, sondern im Prinzip jede Stadt sein eigenes Telefonnetz, dass dann wieder an Knotenpunkten übergeben wird. Solange ich jetzt in Wien bin und nach Wien, wo die meisten Call-Center sitzen, ein Notruf abgesetzt habe oder ein Hintergrundanruf, ging das relativ problemlos. Je weiter ich allerdings davon weg war und je mehr Knotenpunkte dazwischen waren, desto mehr wurde wieder komprimiert-dekomprimiert und desto mehr konnte verloren gehen. Zum Teil wurden dann zum Beispiel in der Linzer Gegend die DTMF-Töne sauber losgeschickt. Allerdings kam in Wien davon nichts mehr, so an wie es dort losgeschickt wurde und dadurch wurde uns eigentlich schon bewusst, was sehr wahrscheinlich in Deutschland auf uns zukommen kann ein paar Jahre später.

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Jetzt ist es so, dass man einer digitalen Leitung sagen kann, verhalt dich wie eine analoge Leitung. Nichtsdestotrotz ist die Leitung immer noch digital und um sowas ähnliches wie eine analoge Leitung hinzubekommen, bräuchten wir zusätzlichen Input, zusätzlichen Aufwand, es fängt da an, das z. B. eine analoge Telefonleitung immer Notstrom gepuffert war. Die analoge Telefonleitung hatte 40 – 60 Volt und es gibt sogar ein Notruftelefon, das bei einem Stromausfall der Telefonleitung die komplette Spannung aus der Telefonleitung bekam und entsprechend gepuffert war. Eine digitale Leitung hat das nicht und eine digitale Leitung ist auch nicht notstromgepuffert, das heißt, man bräuchte sowieso wieder eine Spannungsversorgung zusätzlich, die ich selbst überwache und die ist mit einer Batterie und so weiter und dann habe ich das Problem, dass selbst, wenn ich eine Batterie auf meinem Grundstück habe, wie die Telefonanlage, die puffert, sobald das Kabel mein Grundstück verlässt, ist das nicht mehr batteriegepuffert und dann einfach sagen, wenn die Spannung ausfällt, fällt auch die Telefonleitung aus, was früher nicht der Fall war, heute wäre das nicht mehr so tragisch, dann würden wir einfach das Handy nehmen. Denn damals gab es diese Möglichkeit nicht. Das heißt, wenn die Telefonleitung ausgefallen wäre, hätte man eigentlich keine Möglichkeit gehabt, mit der Außenwelt zu kommunizieren. In einem großen Krankenhaus zum Beispiel gibt es in der Regel jemanden, der für die Telefonanlage zuständig ist. Je nach Hersteller ist es möglich, die Telefonanlage so zu modifizieren, dass sie sich zumindest wie eine analoge Leitung verhält. Aber es ist immer noch ein extremer Aufwand – man braucht die richtige Person, und jeder, der als Aufzugsunternehmen auf Hilfe vor Ort angewiesen war und diese Person gesucht hat, wird mir zustimmen, dass es relativ wenige davon gibt.

00:10:34
Von dem her ist es also eigentlich keine adäquate Lösung, aus einer digitalen Leitung so etwas wie eine analoge zu machen, weil einfach eine digitale Leitung digital bleibt und analoge Leitung analog.

Die nächste Folie beschreibt ganz gut, was danach passiert ist oder beziehungsweise der nächste Schritt war. Ich kann mich erinnern und viele von Ihnen, die seit längerem dabei sind bestimmt auch, wenn man vor 10-15 Jahren dem Kunden gesagt hat, dass Sie auch die Möglichkeit haben, ihr Notruftelefon mit einer GSM und nicht mit einer Telefonleitung zu betreiben, dann war man absolut wahnsinnig, das wäre doch nicht sicher und das könnte nicht funktionieren. Natürlich muss man auch sagen, dass damals das Handy und die Funktechnik noch in den Anfängen stand und mittlerweile nicht mehr wegzudenken ist. Was haben also die analogen GSMs der ersten Generation gemacht?

00:11:00
Die haben sich über Funk mit dem Mast verbunden und haben dann aber eigentlich nichts anderes gemacht, wie eine analoge Telefonleitung zu simulieren. Das heißt also, ich hab dann die Telefonleitung damals aus der Wand raus und in die analoge GSM reingesteckt und die hat dann eine analoge Leitung zum Notruftelefon simuliert. Das heißt, im Optimalfall hat das Notruftelefon den Unterschied gar nicht mitbekommen, ob es jetzt an einer analogen GSM hängt oder eben an einer analogen Telefonleitung, weil die GSM soweit nichts anderes macht, als eben diese Leitung zu simulieren. Allerdings mit dem deutlichen Nachteil, dass wir da nicht mehr so viel Spannung draufhätten, dass man ein Notruftelefon allein über die Telefonleitung mit Spannung versorgen könnte. Das heißt, man bräuchte dann immer wieder einen zusätzlichen Akku für das Telefon, zusätzliche Batterie, zusätzliche Notstromversorgung und jetzt haben die Telefone das mittlerweile eigentlich auch alle implementiert.

00:12:02
Die digitale Leitung, die von der GSM simuliert wird, arbeitet dann schon wieder komplett anders, über eine digitale GSM. Wir sind dann auch weg von den DTMF-Tönen hin zu anderen Protokollen, aber dazu komme ich später. Diese Folie zeigt ganz gut, dass im ersten Moment jeder denkt, oh Gott GSM, aber eigentlich machen die klassischen GSMs nichts anderes, als eine normale analoge Telefonleitung zu simulieren und alle alten Telefone laufen damit und tun es immer noch.

00:12:40
Auf der nächsten Folie, die auch sehr interessant ist, sprechen wir über die Möglichkeiten der verschiedenen Funktechniken und ihre Spezifikationen. Damals hatten wir also analoge Telefonleitungen und dann sind wir von analogen Telefonleitungen zu analogen GSM übergegangen. Das analoge GSM stellte wie gesagt einfach die Telefonleitung bereit. Mittlerweile sind wir schon natürlich weiter. Es gibt 4G, 5G und der Hauptunterschied ist im Prinzip 2G und 3G hatten noch einen Daten- und Sprachkanal. Ich spreche den Notruf dementsprechend über den Sprachkanal. Damals war ein Handy noch zum Telefonieren da. Mittlerweile ist es nur noch ein nettes Nebenfeature, die Priorität hat sich ganz klar in Richtung Internet und Daten verschoben, aber zu 2G- und 3G-Zeiten war es eigentlich noch so, dass ein Telefon, wie der Name schon sagt, viel mehr zum Telefonieren benutzt wurde. Deswegen war bei dem 2G und 3G mehr der Fokus auf dem Sprachkanal. Während der Sprachkanal dann beim 4G und 5G eigentlich schon weggefallen ist und nur noch in Richtung Daten und Internet geht. Wenn man sich jetzt überlegt, wie viel Zeit man mit dem Handy verbringt und wie viel man davon verbringt mit dem Telefonieren, kann jeder mir recht geben, dass das Internet mittlerweile einfach überhandgenommen hat.

00:14:04
Am Anfang war es sogar so, als 4G neu war, dass sie super 4G Empfang hatten und darüber ihr WhatsApp etc. gemacht haben. Sobald Sie aber einen Anruf erhalten haben oder raus telefonierten, fiel es von 4G auf 3G runter. Denn 4G hatte keinen Sprachkanal, was bedeutete, dass man mit 4G nicht telefonieren konnte. Man ging mit seinem Handy automatisch auf 3G und 2G zurück und dann funktionierte es. Das alles änderte sich, als Voice Over LTE implementiert wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir also deswegen noch 2G und 3G empfohlen, weil das Hauptaugenmerk auf dem Sprachanruf beim Notruf lag. Da wir jetzt auch über Voice Over LTE genauso telefonieren können, aber den signifikanten Vorteil haben, dass der Datenkanal primär für Daten ausgelegt ist. Man kann größere Daten übertragen und ist nicht mehr von irgendwelchen DTMF-Tönen abhängig, da diese komprimiert und dekomprimiert und weiter ausgebaut werden. Es ist natürlich nicht möglich, gleichzeitig ein 5G-Netz im vollen Umfang und ein 2G-Netz im vollen Umfang anzubieten. Je weiter die Technik geht, desto mehr wird hinten weggelassen, obwohl wir hier in Deutschland die interessante Situation haben, dass wir 2G nicht aussterben lassen, sondern 3G. In diesen 4 Netztypen, die hier genannt werden, gibt es eigentlich de facto nur 2G, 4G und 5G. 2G haben wir nicht aussterben lassen und weil sämtliche Notrufe in Autos (On-Car) und so weiter läuft auf 2G, der Hausnotruf von der Oma, den Sie um den Hals hängen hat läuft auf 2G, die Kernkraftwerke, Kommunikation, Großindustrie läuft auf 2G. Sie sehen schon 2G wegfallen zu lassen wäre deutlich umständlicher.

00:15:46
3G hingegen hat immer mehr an Bedeutung verloren, weil 2G für Standardtelefonate ausreicht und wenn ich Daten will, nehme ich 4G oder 5G, weil es einfach schneller ist. Trotzdem macht 5G noch relativ wenig Sinn im Aufzug, weil 5G noch nicht so gut ausgebaut ist und wir über Daten-Pakete, die Hintergrund-Anrufe und technische Meldungen im Kilobyte-Bereich reden. Was also im Umkehrschluss bedeutet, ob das in einer Sekunde oder in 0,1 Sekunde übertragen wird, macht relativ wenig Unterschied. Wichtig ist, dass die korrekte Technik verwendet wird und dass die Töne richtig übertragen werden, beziehungsweise eben die Töne in Datenpakete umgewandelt werden, damit es keine Töne mehr gibt, die Probleme verursachen könnten. Auf der nächsten Folie werden wir näher auf das Thema eingehen, wie mache ich denn aus analog digital mit meinem bestehenden Portfolio mit meinen Aufzügen, die ich im Bestand habe und auch mit den Aufzügen, die ich noch baue und verkaufe als Aufzugsfirma, d. h. bei der Zulassung im Bestand, gehen wir jetzt von dem aktuellen Fall aus: wir haben ein Avire Memcom Notruftelefon, was auf der Kabine sitzt, dann geht die Telefonleitung übers Hängekabel nach oben und dann haben wir entweder in der Wand eine klassische Telefondose oder eben an der Wand eine analoge GSM hängen.

00:17:08
Die kann ich relativ einfach umrüsten, indem ich die analoge GSM wegnehme oder die Telefonleitung aus der Wand ziehe. Die digitale GSM hin schraube, dementsprechend programmiere und die Leitung da reinstecke und das ist eigentlich alles, was ich vor Ort ändern muss. Heißt also, die Sachen wie das Notruftelefon gegebenfalls verbauter Aufzugswärter, muss ich nicht einmal anrühren. Ich muss kaum Schaltpläne ändern, ich kann eigentlich im vorbei gehen aus analog digital machen, indem ich das analoge Medium Telefonleitung oder GSM abziehe und in die digitale Variante stecke. Die wird dann dementsprechend programmiert, es gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich möchte Sie jetzt nicht so arg damit nerven, aber man könnte das gerne im Detail draufeingehen, da es auch ein sehr komplexes Thema mit vielen Möglichkeiten ist und ich möchte es für jeden Kunden so einfach wie möglich machen.

00:18:02
Wir haben dann ein analoges System in ein digitales System umgewandelt, ohne größere Umbauten oder Ähnliches vornehmen zu müssen. Bei Neu-Anlagen ist es natürlich noch einfacher, da nehmen wir einfach gar nichts analoges mehr. Wir nehmen da die digitale GSM, die sitzt einfach wieder entsprechend am Schachtkopf und nehmen dafür einfach eine digitale Sprechstelle. Das ist eigentlich kein klassisches Notruftelefon mehr, weil das Hirn im digitalen Fall komplett im digitalem GSM sitzt. Das heißt, wir haben eine zusätzliche Sprechstelle, die entweder auf der Kabine oder in der Kabine eingesetzt wird, je nach Kabinengröße sind wir flexibel und dementsprechend habe ich ein volldigitales System. Das heißt, ich muss nicht nachträglich irgendwelche Adern im Hängekabel ziehen, weil ich nur die zwei Adern für die eigentliche Telefonleitung benötige und wenn da vorher schon ein analoges Telefon war, dann müssten wir auch mindestens die zwei Adern haben, weil irgendwoher muss es entweder die simulierte analoge Leitung der analogen GSM bekommen oder eben von der Telefonleitung. Die verwenden wir dann weiter, damit wir ohne viel Installationsaufwand ein analoges System in ein digitales System umgewandelt oder gleich komplett digitale Systeme installiert haben. Da haben wir auch noch verschiedene Kabelbäume für, wie auch bei den analogen Systemen, gerade bei Anlagen für die großen 4 ist es sehr interessant, dass man im Grunde nur noch einstecken muss und beschriftete Kabel hat. Die großen 4: Kone, Otis, Thyssen, Schindler. Orona haben wir mittlerweile auch im Portfolio.

00:20:06
Um es den Firmen selbst einfach zu erleichtern, die Telefone so einfach und schnell wie möglich zu installieren – wir alle haben immer weniger Zeit, immer mehr Arbeit, und außerdem nimmt der Fachkräftemangel in Deutschland auch in diesem Bereich eher zu als ab. Das heißt, desto schneller und einfacher ich etwas umstellen kann, desto besser. Auch die Call-Center sind Ihnen dankbar, denn ein analoges Telefon blockiert während des Notrufs oder Hintergrundanrufs die Telefonleitung vom Call-Center. Der Hauptaufwand des Telefons, wie vorhin angesprochen, ist nicht der Notruf, sondern sind die Hintergrundmeldungen, die dann in Datenpaketen über das Internet gehen und dadurch blockieren sie keine Leitungen vom Call-Center mehr. Das heißt auch, dass der Call-Center dadurch viel größere Kapazitäten hat. Manche geben das in Form von einer verbilligten Aufschaltung an ihre Kunden zurück. Da sie sagen: „Ein digitaler Notruf kostet bei mir zum Beispiel einen Euro weniger als ein analoger“. Also auf der nächsten Folie gehen wir noch mal kurz auf die Vorteile der digitalen Notruf-Telefonie ein, die wie gesagt eigentlich auch gleichzeitig die Nachteile der analogen Notruf-Telefonie sind. Nämlich, wir hatten unvollständige Hintergrundanrufe, heißt also das Telefon weiß, die 3 Tage sind vorbei, ich muss mich melden, wählt auch das Call-Center an, versteht aber das Telefon nicht, weil die Töne zu komprimiert oder dekomprimiert sind oder das Telefon zu laut ist, dann überlappen sich die Töne, aus welchen Gründen auch immer ist der Hintergrundanruf unvollständig.

00:21:02
Das kann ich nicht guten Gewissens so lassen und schicke einen Monteur, der dann quer durch München, Frankfurt oder sonst wo fährt. Der Monteur kommt an die Anlage drückt den Knopf und sagt: „Hm, der Notruf funktioniert doch eigentlich. Doof.“. Unnötig Zeit, Geld, unnötige Fahrten, höhere Kosten, weil in der Sprache oft dann auch minütlich abgerechnet wird und wenn es dann 9 – 10 Versuche braucht, um diesen Hintergrund anzurufen alle 3 Tage, können Sie sich ja vorstellen, dass wir deutlich höhere Telefonkosten haben. Wie bei den Daten, wenn er nur das 50-Kilobyte-Paket versendet, fällt das eigentlich gar nicht auf, vor allen Dingen weil ja auch mittlerweile die Handynetz-Provider immer mehr in Richtung Daten pushen wie gesagt 4G, kann ja mittlerweile auch Voice-Over-LTE über Daten telefonieren. Die Sprache wird dementsprechend teurer als Daten und bei Daten habe ich in der Regel eine Flatrate und es kommt einfach nicht mehr auf das Kilobyte an. Noch dazu kann es sein, dass sie gar keine Sprache brauchen, denn wenn das Notruftelefon sein Datenpaket ans Call-Center schickt und das Call-Center ruft dann in die Kabine zurück, brauchen Sie auf Ihrer SIM-Karte eigentlich gar keine Sprache und haben dadurch eigentlich keine Kosten. Die Kosten hat in diesem Fall das Call-Center, kommt aber damit gut klar, weil das Callcenter besser planen kann.

00:22:24
Und nicht ein Mitarbeiterin beschäftigt ist, sobald der Anruf reinkommt, aber im Prinzip klopft das Telefon sagt: „ ich habe einen Notruf, Sie haben 5 Minuten Zeit zurückzurufen“ und dann ruft entweder in dieser Zeit das Call-Center in die Kabine zurück oder eben das Telefon wartet die 5 Minuten ab und sagt dann: „Ok, wenn du nicht zurückrufst, dann rufe ich dich trotzdem an“. Dann bräuchten wir wieder Sprache. Trotzdem brauchen wir deutlich viel weniger als bei der analogen Notruftechnik, wollte ich damit sagen. So, jetzt ist die Zeit ein bisschen knapp, also gehen wir weiter zur nächsten Folie. Die Auswirkung der Umstellung von analog auf digital ist ganz einfach gesagt: „Zeit für das Wesentliche“. Ich hab keine Leute mehr die herumfahren, Knöpfe drücken und feststellen, dass es eigentlich funktioniert, nur die Kommunikation funktionierte nicht so. Ich muss keine vorhandenen Systeme, die eigentlich funktionieren. Das Memcom Notruftelefon ist so gut, wie es ist. Es kann halt nicht mehr als das Funknetz ihm gibt und ich kann quasi vorhandene Notruftelefon weiter verwenden. Ich muss nur die GSM austauschen oder umrüsten. Gerade bei Vollwartungsverträgen, wo ich auf den eigenen Kosten selber sitzen bleiben würde, als Wartungsunternehmen ist es sehr interessant, aber auch so schmeißen wir einfach in unserer Gesellschaft viel zu viel weg, und alles, was man nicht wegwerfen muss und weiter nutzen kann, ist für alle Beteiligten ein Vorteil. Ich kann die Techniker besser planen, weil ich eben nicht irgendwelche Listen abarbeite, sie durch die Gegend schicke und sie dann irgendwelche Knöpfe drücken und sagen, es funktioniert. Dadurch hab ich auch ein besseres Kundenerlebnis, weil der Kunde weiß, dass jemand nur am Aufzug ist, wenn irgendwas ist. Ich habe einen höheren Flow.

00:23:55
Der Kunde will nicht unbedingt einen Techniker der Aufzugsfirma sehen und alles in allem habe ich eine Kostensenkung in verschiedenen Belangen. Einmal ist ein digitales System fast schon billiger als ein analoges komplett. Wir reden jetzt vom Telefon und GSM. Dann spare ich Geld für die SIM-Karte. Ich spare mit gegebenenfalls Geld bei der Aufschaltung beim Call-Center und ich spare natürlich Geld, weil ich keine Leute, die durch die Gegend fahren habe, die ich dafür bezahle, dass sie einen Knopf drücken und sagen: „Eigentlich geht es ja“. Ein zusätzliches, nettes Feature wäre die Übersichtlichkeit über unseren Avire-Hub. Im Normalfall bekommt die Aufzugsfirma vom Call-Center die Liste und schaut sich sämtliche Anlagen durch, ob es einen Fehler gibt oder ob es einen Anruf im Hintergrund gab oder ob er ausgefallen ist. Wir können parallel die Daten an das Call-Center schicken, um die Haftung zu übergeben und die Verantwortung und gleichzeitig die Dokumentation zu haben und gleichzeitig an unseren Avire-Hub, der im Prinzip eine Webseite ist, die ich konfigurieren kann. Das heißt, ich schick dahin „Akkumeldung“ und sag der Website, wenn eine Meldung mit Akkumeldungen kommt, schick Sie bitte an Christian.Braun@avire-global.com, das heißt, ich habe dann direkt sobald das passiert die gezielte Information. Ich muss keine 50 PDFs durchschauen, bis ich den Fehler finde und ich bin direkt informiert und nicht erst, wenn ich die Liste bekomme und durchschaue. So ist es viel übersichtlicher und ich kann schneller reagieren und habe dadurch auch ein besseres Kundenerlebnis.

00:25:45
Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Ich freue mich über alle, die noch hier sind und alles verstanden haben. Meine Kontaktdaten finden Sie hier. Wenn Sie danach noch Fragen haben oder mit mir oder einem Techniker im Detail sprechen wollen, müssen Sie sich beeilen. Ich werde wahrscheinlich in der übernächsten Woche Vater. Ich werde aber von meinen Kollegen hier sehr gut vertreten. Wenn Sie also Fragen zu diesem Thema haben, gibt es immer jemand, der sie gerne beantwortet. Vielen Dank und ich freue mich auf eine nette Diskussion.

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