Übergang von analog zu mobil mit GPRS und GSM

Vorschriften für AufzugNotruftelefone erfordern Telefone für die Notkommunikation, die jederzeit für die Fahrstuhlpassagiere verfügbar sind, falls sie in einem Aufzug eingeschlossen sein sollten. Traditionell wird diese Anforderung durch Verwendung von Festnetzverkabelung als Übertragungsweg für die Kommunikation mit Aufzug-Notruftelefonen erfüllt.

Im Vereinigten Königreich ist die BT (British Telecom) der größte Provider für Festnetzlösungen. Der neueste Bericht der britischen Regulierungsbehörde für Kommunikation, Ofcom, enthielt einen Aufruf zur Investition und Unterstützung des Einsatzes von Fibre-To-The-Premises (FTTP) durch den CEO der BT. BT empfiehlt den bevorzugten Austausch von Kupferleitungen gegen Glasfaserleitungen in der Weise, dass die Vorschriften für Fahrstuhl-Notruftelefone eingehalten werden.

Die letzten Quartalsergebnisse der BT zeigen eine Abnahme bei der Miete von Kupferleitungen, der ein Wachstum im Bereich von Lösungen im Glasfaserbereich gegenübersteht.

Diese Änderung war bereits in anderen Ländern zu erkennen, einschließlich Australien und bei der Deutschen Telekom in Deutschland. Die Deutsche Telekom hat mit der Entfernung von ‚Festnetz-Einzelleitungen‘ bereits 2009 begonnen. Die Arbeiten sahen eine permanente Entfernung analoger Telefonleitungen und einen Übergang zu digitalen Festnetz- oder Modemleitungen vor.  Obwohl Glasfaser eine schnellere und effizientere Technologie für die Telefonübertragung darstellt, können sie bei Verwendung herkömmlicher Aufzugtechnik nicht immer als zuverlässig gelten.

Was ist Glasfaser?

Glasfaser-Breitband und andere Dienste wie FTTP nutzen zur Übertragung optische Fasern. Diese dünnen Fasern können direkt zu den Räumlichkeiten geführt werden und liefern eine fast unbegrenzte Geschwindigkeit. Sie transportieren Daten effizient und mit sehr hohen Geschwindigkeiten und erfordern weniger Platz als Kupferleitungen (nur einen Bruchteil der Stärke).

Im Ergebnis werden weniger Kupferfestnetzleitungen installiert. Verzögerungen und Wartezeiten steigen an, und die Wartung bestehender Leitungen nimmt ab.

Deshalb hat die BT die Kosten für Kupferinstallationen angehoben und ihre Absicht angekündigt, den vollständigen Rückbau für Kupferleitungen bis 2025 vorzunehmen. Die Auswirkungen auf die Kosten waren bereits in Ländern wie Australien zu sehen, wo NBN für den Rollout ihres Multi Technology Mix (MTM) den Rückbau des kupferdominierten Festnetzes durchführte, was zur vollständigen Entfernung der Kupferleitungen führte.

Glasfaseranwendungen für die Aufzugbranche

Aufgrund des Standards EN 81-28 müssen Notruftelefone für Aufzüge mindestens drei Tage lang eine Ruftätigkeit im Hintergrund ausführen können, um deren Funktion und den Betrieb nach den korrekten technischen Angaben zu bestätigen. Geräte der neueren Generationen können diese Prüfungen über das Datennetzwerk durchführen, analoge Geräte können dies jedoch nicht ohne Zusatztechnik. Stattdessen nutzen sie analoge DTMF-Signale, um die Anforderungen einzuhalten.

Traditionelle Kupfer-Festnetzleitungen erlauben nur analoge Übertragungen, wodurch sie die herkömmliche Methode der Wahl darstellten. Aktuelle Glasfaserleitungen können analoge Signale simulieren und, theoretisch, anstelle von Kupferleitungen installiert werden. Die BT hat jedoch zu verstehen gegeben, dass sie nur digitale Glasfasernetze erstellen wollen, wodurch die analoge Simulation entfällt und DTMF-Töne für Ruftätigkeit im Hintergrund nicht mehr übertragen werden können. Dies wird ebenfalls für 2025 vorausgesagt, so dass die Technologie nicht für die zukünftige Verwendung herkömmlicher Installationen anwendbar sein wird. In Australien ist dies bereits aufgetreten, da das NBN-Netzwerk von Anfang an keine analoge Übertragung erlaubte, was zu vielen Kompatibilitätsproblemen führte.

Welche Alternativen gibt es?

Durch die Entfernung aller analog-kompatiblen Festnetzleitungen können der Global Service for Mobile Communications (GSM) und General Packet Radio Services (GPRS) als Alternativen gelten, die analoge Geräte so anpassen können, dass sie in Verbindung mit Glasfaserleitungen genutzt werden können.  Die Technologien GSM und GPRS sind in der Lage, DTMF-Töne über ein glasfasergestütztes Mobilfunknetzwerk zu übertragen und wurden bereits in vielen Ländern und Branchen dafür eingesetzt.

Bitte schauen Sie sich auch unsere anderen Artikel über Aufzug-Notruftelefone an, um eine genauere Beschreibung darüber zu erhalten, wie diese Technologien in der Aufzugbranche angewendet werden.

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