Intelligente Technologie für Aufzüge – Wie könnte diese bei der sozialen Distanzierung helfen?

Soziale Distanzierung ist möglicherweise der bislang am häufigsten verwendete Begriff im Jahr 2020. Mit der Wiedereröffnung von Gebäuden und der Notwendigkeit, sich an eine „neue Normalität“ anzupassen, ist dies ein lebenswichtiges Verhalten, das die Menschen sicherlich für eine Weile in ihrem täglichen Leben begleiten wird. Aufzüge sind seit langem mit einem Überlastalarm ausgestattet, um sicherzustellen, dass sich der Aufzug nicht bewegt, wenn die maximale Gewichtsgrenze überschritten wird. Wir sind jedoch in eine neue Zeit eingetreten, in der ein überlasteter Aufzug nicht nur durch eine Gewichtsbeschränkung definiert wird, sondern auch durch die maximale Anzahl von Personen, die in der Aufzugskabine erlaubt sind, während die soziale Distanzierung beibehalten wird.

Aufzüge sind aufgrund des geschlossenen Raums ein zentraler Risikobereich in Bezug auf COVID-19 Neuinfektionen. Das Verständnis darüber, wie viele Fahrgäste sich gleichzeitig in einem Aufzug befinden und ob die Fahrgäste die Richtlinien der sozialen Distanzierung befolgen, wird zu einer entscheidenden Datenbasis für die Analyse der Wirksamkeit der beschlossenen Distanzierungsmaßnahmen. Das Erfassen der Belegung eines Fahrkorbes wie auch das Zählen der Fahrgäste innerhalb einer Aufzugskabine galten für lange Zeit als „nett zu haben“ oder sogar als Spielerei. Diese werden in er heutigen Zeit jedoch immer wichtiger, um die Sicherheit von Personen im Rahmen einer Gebäudewiedereröffnung sicherstellen zu können.

Aufzüge werden einer höheren Belastung ausgesetzt werden

Die Reduzierung der maximal zulässigen Anzahl an Personen, die sich zur gleichen Zeit innerhalb einer Aufzugskabine aufhalten darf, wird dazu führen, dass Aufzüge höheren Belastungen ausgesetzt werden. Selbst wenn die Anzahl der Personen in einem Gebäude verringert wird, wird die Anzahl der von den Aufzügen durchgeführten Fahrten zunehmen.

In einigen Fällen kann ein Aufzug, der für 20 Fahrgäste konzipiert wurde, lediglich zwei Fahrgäste gleichzeitig befördern, wenn die Richtlinien zur sozialen Distanzierung befolgt werden. Versetzte Start- und Endzeiten in Bürogebäuden werden sich ebenfalls auf die Nutzung des Aufzugs sowie auf die verringerte Kapazität für die Beförderung von Passagieren auswirken.

Diese Zunahme der Fahrtenanzahl könnte zu einer Erhöhung der Anzahl der benötigten Wartungsbesuche vor Ort führen, um dem erhöhten Verschleiß der Anlagen Rechnung zu tragen. Das Wiedereröffnen von Gebäuden ist wahrscheinlich stressig genug, auch ohne dass Aufzüge ausfallen und sich hierdurch Warteschlangen und überfüllte Eingangsbereiche bilden.

Selbst einfache Daten, wie die Häufigkeit der Türzyklen, können wertvolle Einblicke in den zusätzlichen Verschleiß eines Aufzugs geben. Auf diese Art und Weise können Wartungsunternehmen problemlos feststellen, ob die betreuten Anlagen in einem spezifischen Zeitraum mehr Aufmerksamkeit in Form von Wartungsbesuchen benötigen.

Weitere Überlegungen zur Verbesserung des Personenflusses in Gebäuden bei gleichzeitiger Durchsetzung sozialer Distanzierungsmaßnahmen

  • Wenn Sie den Personenfluss durch das Gebäude planen (abhängig von der Höhe des Gebäudes), sollten Sie die Aufzüge als „Aufwärtsroute“ und die Treppen als „Abwärtsroute“ verwenden.
  • Wenn Sie mehr als einen Aufzug besitzen sollten Sie darüber nachdenken, die Aufzüge in „aufwärts“ und „abwärts“ einzuteilen.
  • Achten Sie bei den erhöhten Reinigungsanforderungen darauf, dass die Ausrüstung in der Aufzugskabine nicht durch Reinigungsmittel, allem voran Flüssigkeiten, beschädigt wird. Verwenden Sie optimalerweise abnehmbare Tastenabdeckungen, welche Sie reinigen, anstatt die Reinigungsmittel direkt auf die Tasten aufzutragen. Kleine Lücken um die Tasten herum sind durchlässig für Flüssigkeit wie auch Feuchtigkeit, sodass durch diese die Elektronik der Anlage kurzgeschlossen und beschädigt werden könnte. Dies könnte im schlimmsten Fall zu einem Brand führen, welcher nicht nur gefährlich ist sondern den Aufzug auch außer Betrieb setzt.

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