Wenn der Aufzug nicht funktioniert, ist das immer ärgerlich. Wenn es sich beispielsweise um den Bettenaufzug in einem Krankenhaus handelt, kann es sogar gefährlich werden. Ein Modul als elektronischer Aufzugswärter sorgt in jedem Fall für mehr Sicherheit: So ermöglicht es eine deutlich schnellere Reaktion – und spart dazu noch Kosten.

Theoretisch muss jeder, der in Deutschland einen für Andere zugänglichen Aufzug betreibt, auch für dessen Sicherheit garantieren. Unter anderem ist regelmäßig zu prüfen, ob die Kabine bündig mit dem Stockwerk abschließt, ob die Tür- und Riegelkontakte sicher funktionieren oder ob die Beleuchtung ausreichend hell ist, um Unfälle zu vermeiden. In der Praxis wird das hierzulande vom Gesetzgeber noch nicht kontrolliert. Aber wenn deswegen jemand zu Schaden kommt, greifen Rechtsansprüche.

Die meisten Vermieter von großen Wohn-, Büro oder Industrieanlagen schicken regelmäßig einen Kontrolleur in jedes ihrer Objekte. Dort soll er die kritischen Punkte überprüfen und kontrollieren. In diesem Fall ist die Prüfung nur punktuell möglich und eine konstante Überwachung ist nicht gewährleistet.

Unaufgeforderte Statusmeldungen

Eine routinehafte Überprüfung unterliegt ohnehin gewissen Beschränkungen. Fällt zum Beispiel ein Teil der Beleuchtung just eine halbe Stunde nach dem letzten Kontrollbesuch aus, fahren die Aufzugsgäste möglicherweise eine Woche im (Halb-) Dunkeln auf und ab – sofern sich niemand aufrafft und von sich aus die Wartungsfirma informiert. Bei weniger offensichtlichen Fehlfunktionen können diese langen Fristen unangenehme bis gefährliche Folgen haben.

Erhöhte Kontrollsicherheit bietet ein elektronisches Aufzugswärtermodul (AWM): Per Fernüberwachung lässt sich der Aufzugsbetrieb damit rund um die Uhr – anstatt nur punktuell – kontrollieren. Im Störungsfall meldet das Modul unverzüglich und unaufgefordert Informationen zu den wichtigsten Sicherheitsfragen:

  • Steht die Kabine bündig in der Etage?
  • Ist die Kabinentür geschlossen?
  • Sind die Riegel- und Türkontakte überbrückt?
  • Ist der Sicherheitskreis geschlossen?
  • Leuchtet das Kabinenlicht?

Das AWM ist an ein Notruftelefon gekoppelt, das über das öffentliche Mobilfunk-Netz und das VdS-Protokoll für Gefahrenmeldungen mit einem Call-Center oder einer Notfall-Zentrale kommuniziert.

Bei Abweichung Alarm

Um die ständige Statusüberwachung zu ermöglichen, arbeitet das AWM mit Sensoren, die beispielsweise permanent die Helligkeit in der Kabine messen. Weicht ein gemessener Zustand vom definierten Normalfall ab, taucht in der Notrufzentrale automatisch eine Meldung am PC auf. Der Auftraggeber erhält ebenfalls automatisch eine Meldung über den aktuellen Fehler. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Aufzüge zügig wieder den Betrieb aufnehmen können.

Ist beispielsweise der Aufzug zur Chefetage, zur First-Class-Lounge eines Flughafens oder zum Tresorraum einer Bank defekt, tut Eile meist not. Dann rücken die Servicetechniker vielleicht auch mal spät abends oder am Wochenende aus. Vorausgesetzt, sie werden informiert.

Liftsafe 1 und Liftsafe 2 übernimmt die Aufgaben eines Aufzugswärters und überwacht den Betrieb des Aufzugs (Quelle:Variotech/Avire)

 

Amortisation schon im ersten Jahr

Ein Sensor-basiertes Wartungssystem kann sicher nicht erkennen, ob der Boden des Aufzugs sauber geputzt oder der Spiegel möglicherweise zerkratzt ist. Wenn es um die Optik geht, sind menschliche Kontrolleure der Technik immer noch überlegen. Aber die meisten anderen Prüfungen können sie erheblich schneller, sicherer und regelmäßiger erledigen. Zudem sind elektronische Aufzugswärter langfristig deutlich preisgünstiger, wodurch Aufzugsbetreiber Kosten einsparen können.

Man sollte auch bedenken, dass diese Arbeit für die menschlichen Kontrolleure nicht ganz ungefährlich ist. Denn Aufzüge werden nicht nur in Villenvierteln betrieben. Vielmehr befinden sich große Mietobjekte oftmals in Gegenden, die aus verschiedenen Gründen eher schwer zugänglich sind. Da kommt es sicher auch einigen Kontrolleuren entgegen, wenn die regelmäßige Überwachung durch elektronische Aufzugswärter ergänzt wird und sie nur einmal pro Quartal anstatt wöchentlich dorthin fahren müssen.

 Netzverbindung im ganzen Schacht

Das AWM wird entweder komplett auf der Kabine oder modular installiert. Auf dem Kabinendach besteht dabei die Gefahr, dass die Aufzugkabine auf dem langen Weg durch die Stockwerke ab und an in einen vom Mobilnetz schlecht oder gar nicht abgedeckten Bereich gerät – typischerweise im Keller, wo viele Aufzüge standardmäßig ihre Ruheposition einnehmen.

Deshalb bieten AWM-Systeme wie Liftsafe 1&2 von Variotech, die mit gängiger Notruftechnisch von beispielsweise Avire kompatibel sind, die Möglichkeit, statt eines einzigen Moduls bis zu drei Einzelkomponenten an verschiedenen Positionen zu installieren und miteinander zu vernetzen. Der große Vorteil hier ist, dass auf jedem Stockwerk der Netzempfang sichergestellt ist. Somit gibt es keine „blinden Flecken“ und die Sicherheit ist durchgängig garantiert.

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