Machen Sie Ihre Aufzüge sicherer und zukunftsfähig, durch einen Wechsel zum digitalen VdS-Protokoll

Noch wird die analoge DTMF-Übertragung für Aufzugnotrufe verwendet. Mit der voranschreitenden Digitalisierung wird DTMF allerdings bald Geschichte sein. Denn DTMF ist störanfällig und hat häufig mit Verbindungsproblemen zu kämpfen. Aufzugunternehmen müssen daher zu einer digitalen Übertragung wie dem VdS-Protokoll wechseln. VdS 2465 macht nicht nur Aufzugnotrufe sicherer, sondern bietet darüber hinaus Effizienzvorteile, etwa durch Wartung und Kontrolle aus der Ferne. Durch die Umstellung auf VdS können Aufzugsunternehmen auch in Zukunft Sicherheit gewährleisten sowie Zeit und Kosten sparen.

Was ist das VdS-Protokoll?

Es gibt zwei Übertragungskanäle für die Kommunikation mit Aufzügen: den Sprachkanal, der DTMF als Standard verwendet, und digitale Kommunikationsprotokolle, wie etwa VdS. VdS ist ein digitales, einheitliches Übertragungsprotokoll für Gefahrenmeldungen. Genaugenommen sprechen wir hier von VdS 2465, dem Standard der Sicherheitsbranche bei Gefahrenmeldungen per TCP/IP. Das digitale Kommunikationsprotokoll stammt ursprünglich aus der Alarmanlagentechnik und ermöglicht eine exakte Identifikation des Ortes, von dem ein Alarm abgesetzt wurde. Gefahrenmeldungen werden dann an Sicherheitsleitstellen übertragen. Solche Sicherheitsstellen können beispielsweise Service-Center zur Alarmanlagen- und Aufzugüberwachung sein und sind verpflichtend rund um die Uhr besetzt.

Geringer manueller Prüfaufwand

Das VdS-Protokoll reduziert die Anzahl von Vor-Ort-Einsätzen gegenüber der DTMF-Technik deutlich. Nach einem Mobilfunknetzausfall entstehen via DTMF sehr viele Fehler- und Defektmeldungen. Techniker müssen dann jeden Aufzug einzeln überprüfen, um festzustellen, ob überhaupt ein Problem vorlag. Über digitale Kommunikationsplattformen kann aus der Ferne in Echtzeit getestet, kontrolliert und konfiguriert werden. Dies spart Zeit und Geld, da unnötige Vor-Ort-Einsätze und Fahrten vermieden werden können.

Störungsarme und störungsfreie Kommunikation

DTMF-Übertragungen haben oft mit verfälschten Tönen, veränderten Frequenzen und Verbindungsproblemen zu kämpfen. Solche Probleme gehören nach dem Umstieg auf das digitale Protokoll der Vergangenheit an. Allerdings laufen viele geläufige GSM-Module über den Sprachkanal, wodurch immer noch Störungen auftreten können. Mit einer ganzheitlichen digitalen Lösung ist eine störungsfreie Kommunikation möglich, die zuverlässige Übertragung von Datenpaketen vom Fahrkorb bis zur Leitstelle gewährleistet.

Aufzug Notruf gemäß EN81-28

Durch die BetrSichV müssen Aufzüge bis 31.12.2020 mit einem 2-Wege-Kommunikationssystem ausgerüstet sein beziehungsweise nachgerüstet werden. Wenn ein Aufzug Notruf mittels DTMF-Übertragung gesendet wird, bekommt ein Fahrgast davon nichts mit. Die eingeschlossene Person weiß in einer Gefahrensituation also nicht, ob das „Knopf drücken“ Erfolg hatte und Hilfe unterwegs ist. Das nennt man 1-Weg-Kommunikation. Durch ein 2-Wege-Kommunikationssystem wird dieses Problem behoben. Ein Fahrgast weiß dann im Ernstfall, dass Hilfe unterwegs ist und kann seine Situation genau schildern. Mehr Informationen zur BetrSichV, 2-Wege-Notrufkommunikation und Aufzugsnachrüstung erfahren Sie hier.

So machen Sie Ihre Aufzüge zukunftssicher

Der Einbau einer digitalen Kommunikationsplattform ist aufwandsarm. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen erfordert der Einbau einer DCP lediglich zwei Adern im Hängekabel, was Installationskosten spart, da keine zusätzlichen Drähte im Aufzugsschacht erforderlich sind. Das moderne System fasst alle nötigen Komponenten in einem Modul (dem DCP, siehe unten) zusammen. Ein M2M-Gateway für die Maschinenkommunikation sowie eine GSM-Schnittstelle zum Mobilfunknetz sind integriert. So laufen sämtliche Komponenten durch das System in einer einzigen Einheit zusammen. Über ein GSM Modul werden die Daten an eine Cloud-Plattform, den Avire Hub, gesendet und zusammengeführt. So lassen sich die Geräte des Avire-Ecosystems unter einer zentralen Benutzeroberfläche verwalten und überwachen.

Zusätzliche Vorteile durch Avire’s digitale Kommunikationsplattform (DCP)

Mit der Digital Communications Platform (DCP) von Avire können alle Aufzüge, Lichtgitter, Displays und der jeweilige Status aus der Ferne überwacht werden. Die digitale Kommunikationsplattform ermöglicht eine wechselseitige Datenkommunikation und bildet so die Grundlage für ein breites Spektrum von Optimierungen, indem sie GSM-Gateway, Notrufsystem und M2M-Gateway in einem einzigen Gerät vereint. Außerdem können manuelle Einsätze transparenter gestaltet werden. Muss ein Techniker nach digitaler Prüfung tatsächlich vor Ort sein, wird die Arbeitszeit durch ein Ein- und Ausgabe-Modul exakt erfasst, sodass Abrechnungen für alle Beteiligten transparent sind.

Durch die digitale Lösung werden Daten generiert – diese können genutzt werden und bieten höhere Effizienz. So können Verschleiß-Daten ausgewertet, Vorhersagen über zu erwartende Defekte getroffen und schlussendlich Ausfälle vermieden werden, da die Techniker früh genug handeln können. Die Digitalisierung ermöglicht auch die Fernaktualisierung von Software und die Fernsteuerung von Displays.

Überblick: Vorteile des VdS-Protokolls

  • funktioniert mit allen gängigen Empfangsstellen
  • geringer manueller Prüfaufwand
  • störungsarme Kommunikation
  • mit ganzheitlicher digitaler Lösung möglich:
    • störungsfreie Kommunikation
    • Fernkontrolle und Überwachung
    • Vorhersagen über zu erwartende Defekte
    • Transparenz von Vor-Ort Einsätzen
    • Fernaktualisierung der Software
  • Notfallkommunikation gemäß EN81-28 (2 Wege Kommunikationssystem)
  • Verbindung zu einem 24/7 besetzten Notruf-Callcenter

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