Hildebrandt Aufzüge GmbH: Gezielte und effiziente Aufzugsprüfung dank digitaler Kommunikationsplattform

Hildebrandt Aufzüge GmbH ist ein mittelständischer Anbieter von Aufzugswartung und -service sowie Aufzugsreparatur und -modernisierung mit Sitz im rheinlandpfälzischen Klein-Winterheim. Von dort aus betreut und baut das Unternehmen rund 350 Aufzugsanlagen im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Dieses schließt auch die Finanzmetropole Frankfurt am Main ein, die die Digitalisierung in der Region stark prägt. So schreitet der Ausbau des Mobilfunknetzes stark voran. Da allerdings viele Aufzugsanlagen noch die analoge Telefonie nutzen, laufen Betreiber Gefahr, dass ein Notruftelefon von jetzt auf gleich nicht mehr funktioniert – abgesehen von den Übertragungsproblemen, die bei der DTMF-Kommunikation oft entstehen.

Hoher manueller Aufwand bei der Anlagenprüfung

Um sicherzugehen, dass das Notrufsystem funktionstüchtig ist, sind Betreiber wie Hildebrandt in der Pflicht, dieses mindestens alle 72 Stunden zu testen. Dabei loggt das Servicecenter Hintergrundanrufe im System und beobachtet, ob diese auch in der Leitstelle ankommen. Wenn aufgrund eines Fehlers nun kein Signal eingeht, müssen Techniker von Hildebrandt die Anlage vor Ort prüfen – ein Prozess, hinter dem entsprechender manueller, zeitlicher und finanzieller Aufwand steht. Daher suchte Hildebrandt nach einer Lösung, die eine Fernüberprüfung der Anlage erlaubt und somit die Anzahl der Einsätze von Servicemitarbeitern zur Kontrolle der Anlage vor Ort reduziert. Dazu muss das System vor allem eine zuverlässige Signalübertragung zwischen Notrufsystem und Service-Leitstelle bieten. Auch war eine Lösung gefragt, die sich herstellerunabhängig in bestehende Aufzugsanlagen integrieren lässt.

Avire DCP: Lösung und technische Details

Diese Anforderungen erfüllt das digitale Notfallkommunikationssystem von Avire. Es lässt sich herstellerunabhängig in jede Altanlage integrieren und nutzt das mobile VdS-Protokoll. Dieses ist standardisiert und lässt sich damit auf alle gängigen Leistellen aufschalten. Als Gehirn des Systems fungiert die digitale Kommunikationsplattform DCP (Digital Communications Platform) von Avire. Das EN81-28-konforme Notfallkommunikationssystem für bis zu vier Aufzüge fasst GSM-Gateway als Schnittstelle zum Mobilfunknetz, M2M-Gateway für die Maschinenkommunikation und Notruftelefon in einer Einheit zusammen und benötigt zwei Adern im Hängekabel. Die Sprecheinheit des Systems wurde auf dem Bedienteil des Aufzugs montiert. Über einen in der DCP integrierten CAN-Bus-Anschluss wurden die Audiogeräte in der Kabine, im Schacht und Maschinenraum vernetzt. Der Datenstrom aus den einzelnen Modulen wird über die zentrale Kommunikationsplattform an eine Cloud-Plattform, den Avire Hub, übertragen und zusammengeführt.

Aufzugsprüfungen automatisieren und Mitarbeiter-Ressourcen schonen

Der Avire Hub fungiert als zentrale Benutzeroberfläche zur Verwaltung und Überwachung der Anlage für die Leitstelle. Von dort aus lassen sich die alle 72 Stunden geforderten Kontrollanrufe oder auch technische Alarme automatisieren. Dies senkt den manuellen Aufwand, denn jeder Besuch eines Servicemitarbeiter dauert bis zu drei Stunden. Auch können durch den Einsatz der DCP keine Falschmeldungen mehr entstehen: „Im Gegensatz zu herkömmlichen GSM-Modulen hat Hildebrandt Aufzüge mit der DCP nun eine vollkommen digitale Lösung. Sie nutzt nicht den Sprachkanal, sondern das digitale VdS-Protokoll zur Signalübertragung mit der Leitstelle. Sie beseitigt die gewohnten Probleme aus der analogen Telefonie, vor allem Störungen bei DTMF-Tönen“, kommentiert Shawn Gabor, Sales Account Manager bei Avire. Selbst wenn einmal Datenpakete auf dem Weg vom Aufzug zur Leitstelle hängen bleiben, kommen sie in jedem Fall an. Das Callcenter erhält dann eine Benachrichtigung – je nach Präferenz etwa per Mail oder SMS – inklusive der Information, in welchem Gebäude und Stockwerk der Alarm entstanden ist. Der Mitarbeiter in der Leitstelle kann dann gezielt über die Online-Plattform den Status der Anlage prüfen und muss nicht direkt einen Techniker losschicken. Dabei ist für Aufzugsnotruf und Fernwartung nur eine SIM-Karte notwendig, was wiederum eine Einsparung mit sich bringt.

Voll erfüllte Erwartungen und Zukunftspläne

Dank der Lösung von Avire konnten wir die Vor-Ort-Einsätze unserer Servicemitarbeiter deutlich reduzieren – unnötige Besuche zur Kontrolle fehlender Anrufe entfallen, Wir arbeiten grundsätzlich mit marktführenden herstellerunabhängigen Komponenten und die Lösungen von Avire überzeugen uns. Neben dem Notrufsystem haben wir in vielen Anlagen auch schon Lichtgitter von Avire im Einsatz. Das Avire Ecosystem ebnet uns den Weg zum digitalen Aufzug, weswegen wir zeitnah das gesamte System umrüsten möchten.

Eric Hildebrandt, Geschäftsführer der Hildebrandt Aufzüge GmbH

Technische Details DCP

  • EN81-28-konformes Notrufkommunikationssystem für bis zu vier Aufzüge
  • GSM-Gateway, Notruftelefon und M2M-Gateway in einer Einheit
  • Integrierter CAN-Bus-Anschluss für Audiogeräte in Schacht, Maschinenraum und Kabine
  • Hohe Audioqualität
  • Technische Anrufe, Hintergrund- und Konfigurationsanrufe zur Fernprüfung
  • Programmierung aus der Ferne (via Avire Hub), am Hauptgerät im Maschinenraum oder am Schaltschrank

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